Schriftgröße: A A

"Wichern - Werkstätten" WfbM Freital

Die Hauptwerkstatt der "Wichern-Werkstätten" befindet sich in Freital - Burgk, Otto-Dix-Straße 5 in der Nähe des REAL-Kaufhauses sowie in der Nachbarschaft zum Berufsschulzentrum und des Wohnparks Freital - Burgk. Eine Haltestelle der Buslinie B befindet sich etwa 100m von der Werkstatt entfernt (am Real-Einkaufsmarkt).

Die Nebenwerkstatt in der Otto Dix Straße 3, 01705 Freital befindet sich in unmittelbarer
Nachbarschaft der Hauptwerkstatt. Der Förder- und Betreuungsbereich befindet sich im Gebäude des Alten- und Pflegeheims "Bodelschwingh", welches ebenfalls zu dem Träger Diakonisches Werk-Stadtmission Dresden e.V. gehört. Alle drei Bereiche werden von der Hauptwerkstatt aus geleitet.

Rehabilitation

Die "Wichern - Werkstätten" arbeiten gemeinnützig und sind eine vom Gesetzgeber "anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen" nach § 136 SGB IX. Im Rahmen der beruflichen Rehabilitation lernen und arbeiten in unserem Haus Menschen mit sehr unterschiedlichen Behinderungen. Gleichzeitig sind wir ein leistungsfähiger, marktorientierter Dienstleister und überzeugende Qualität und absolute Termintreue können Sie von uns erwarten.

Die Philosophie unserer Arbeit ist,  die Gleichwertigkeit und die Gleichberechtigung von Produktion und Rehabilitation in die Praxis umzusetzen, denn beides gehört zusammen. Der Erfolg des Einen hängt von dem des Anderen ab. Die Rehabilitation von Menschen mit einer Behinderung kann nur gelingen, wenn in der Produktion Rücksicht auf die Besonderheit der jeweiligen Behinderung genommen wird, wenn wir die Persönlichkeit des Einzelnen stärken und besondere Arbeitsmethoden entwickeln.

Dabei haben vor allem die Berufsbildung und die Weiterbildung der Beschäftigten einen besonderen Stellenwert. Wir bieten Menschen mit einer Behinderung genau die Arbeit und Tätigkeit, die ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht. Arbeit für unsere Beschäftigten beinhaltet aber auch noch mehr:

  • Leistung und Anerkennung
  • Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung
  • Einbeziehung in die Gesellschaft
  • tägliche Wertschätzung des Einzelnen und seiner Arbeit.

Psychosoziale Beratung und sozialpädagogische Hilfen zur Krisenintervention, Persönlichkeitsentwicklung, Weiterbildung und Gesundheitsförderung sind ein fester Bestandteil unserer Dienstleistungen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer "Wichern - Werkstätten" Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) sind dem Leitbild des Diakonischen Werkes-Stadtmission Dresden e.V. als Träger der Einrichtung verpflichtet.

Darüber hinaus werden die "Wichern - Werkstätten" auf der Grundlage einer Einrichtungskonzeption geführt. Unsere Beschäftigten wohnen teilweise in Außenwohngruppen oder in einer Sozialtherapeutischen Wohnstätte. Daraus begründen sich Kooperationen mit diesen Einrichtungen, welche sich ebenfalls in der Trägerschaft der Diakonie – Stadtmission Dresden befinden.

Ferner kooperieren wir mit allen in der Liga der Verbände der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis zusammengeschlossenen Trägern der freien Wohlfahrtspflege, mit den in der AG Hilfe für Menschen mit Behinderungen im Landkreis zusammengeschlossenen Verbänden und Initiativen der Behindertenhilfe sowie den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Träger im Raum Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Nutzergruppen / Kunden

  • erwachsene Menschen mit Behinderungen im Sinne von § 2 SGB IX. Dabei werden Menschen mit geistiger, körperlicher und seelischer Behinderung gleichgesetzt.
  • erwachsene Menschen mit Behinderungen, die wegen der Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden.
  • Menschen mit Behinderungen, die die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in der Werkstatt nicht erfüllen, können eine Tagesstruktur im Förder- und Betreuungsbereich der WfbM in Anspruch nehmen.

Zielstellung

Eingangsverfahren: Hier wird geklärt, ob die Werkstatt der richtige Platz für den Teilnehmer ist, welches könnten Lerninhalte sein und welche berufliche Entwicklung könnte der Teilnehmer zukünftig nehmen. Berufliche Bildung in der Werkstatt hat die Förderung und Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie die Weiterentwicklung der Gesamtpersönlichkeit jedes einzelnen Teilnehmers zum Ziel.

Die Maßnahmen im Arbeitsbereich dienen folgenden Zielstellungen:

  • Aufnahme, Ausübung und Sicherung einer der Eignung und Neigung des Menschen mit Behinderung entsprechenden Beschäftigung,
  • Vertiefung und Weiterentwicklung der beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten,
  • bei Eignung des Menschen mit Behinderungen Förderung des Übergangs auf denallgemeinen Arbeitsmarkt.

Das Eingangsverfahren dauert in der Regel 3 Monate und besteht aus folgenden Teilen:

  • Orientierungsphase in der Werkstatt oder in anderen Arbeitsfeldern der Wirtschaft
  • Kennenlernen unterschiedlicher Qualifizierungs- bzw. Berufsfelder
  • Erprobung der Fähigkeiten und Neigungen, unter anderem über die Fertigung von Übungs- und Werkstücken
  • Festlegen der künftigen Qualifizierungs- und Entwicklungsfelder
  • Erstellen eines Eingliederungsplans

Das Eingangsverfahren steht in einer Verknüpfung zum Berufsbildungsbereich und ist als Klärungs- und Erprobungsphase angelegt. Es führt nicht automatisch zu einer Aufnahme in den Berufsbildungsbereich.

Unsere Werkstatt bietet Arbeitsplätze in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und dazu ein differenziertes berufliches Bildungsangebot  mit jeweils eigenem Profil. Wir qualifizieren in den Bildungsgängen Papierverarbeitung/Kartonagen, Elekromontage, Holzbe- und -verarbeitung, Metallbe- und -verarbeitung, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Verpackung/Komplettierung und Montage. Praktika innerhalb und außerhalb der Werkstatt gehören dazu. Die berufliche Bildung dauert in der Regel 2 Jahre und gliedert sich in Grundkurse und Aufbaukurse sowie Praktika in den verschiedenen Arbeitsbereichen.

Im Arbeitsbereich bieten wir Arbeiten und Tätigkeiten an, welche den Fähigkeiten und Möglichkeiten des Beschäftigten entsprechen. Die Beschäftigten haben zudem einen Anspruch auf Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz, auf sozialpädagogische Assistenz, auf individuelle Entwicklungsplanung und auf Weiterbildung. Arbeitsplätze bieten wir in den Bereichen Papierverarbeitung/Kartonagen, Elekromontage, Holzbe- und -verarbeitung, Metallbe- und -verarbeitung, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Verpackung / Komplettierung und Montage an.

Die Werkstatt zahlt an die Beschäftigten im Arbeitsbereich ein monatliches Entgelt und den Beschäftigten steht Urlaub (nach dem Bundesurlaubsgesetz) zu. Außerdem steht für gewählte Beschäftigte die Möglichkeit der Mitwirkung im Werkstattrat als Vertreter der Interessen aller in der Werkstatt beschäftigten.

Produktion

Wir sind ein Betrieb, der in folgenden Produktionsbereichen in der Wirtschaft tätig ist: Papierverarbeitung / Kartonagen, Elekromontage, Holzbe- und -verarbeitung, Metallbe- und -verarbeitung, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Verpackung / Komplettierung und Montage. Zahlreiche Partner nutzen bereits die vielfältigen Produkte und Leistungen unserer Werkstatt, dabei sind für uns Qualität und Termintreue selbstverständlich.

Unser Status als gemeinnützige Einrichtung bietet Ihnen als Auftraggeber die Gelegenheit, Kosten zu senken. Sie sparen Kosten, da sie vom Rechnungsbetrag bis zu 50 % unserer Arbeitsleistung auf Ihre Ausgleichsabgabe anrechnen können (gemäß § 142 SGB IX). Auf unsere Leistungen zahlen Sie einen reduzierten Steuersatz von 7 % (statt 16 %).

Förder- und Betreuungsbereich

Der Förder- und Betreuungsbereich ist in seiner inhaltlichen und organisatorischen Arbeit eng mit der Arbeit der Werkstatt verknüpft und bietet für Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen einen zweiten Lebensraumes neben dem häuslichen Umfeld. In festen Kleingruppen werden gemeinsame und individuelle Zeiten des Tätigseins, des Miterlebens, des Dazugehörens und des Ausruhens angeboten. Unser Angebot verfolgt einen ganzheitlichen heilpädagogisch orientieren Grundansatz. Darunter verstehen wir in erster Linie eine Sichtweise, die den Beschäftigten nicht von seinen Defiziten her definiert und beschreibt, sondern seine Stärken, Kompetenzen und Ressourcen in den Mittelpunkt stellt.

Nutzergruppen / Kunden

Aufnahme in den Förder- und Betreuungsbereich (FBB) finden Menschen, welche die in § 136 Abs. 2 SGB IX genannten Aufnahmekriterien für die Förderung und Beschäftigung in der Werkstatt für behinderte Menschen nicht (oder noch nicht, oder noch nicht wieder, oder nicht mehr) erfüllen. Aufnahme finden Menschen mit primärer geistiger Behinderung, körperlichen Behinderungen, mehrfacher Behinderung und mit autistischem Syndrom, sowie Menschen mit den jeweils genannten primären Behinderungen und sekundären Auffälligkeiten. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an Menschen, die aus dem häuslichen Bereich kommen.

Zielstellung

Folgende Zielstellungen kennzeichnen die Arbeit mit den Beschäftigten im Förder- und Betreuungsbereich:

  • Förderung praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten, die erforderlich und geeignet sind, dem Beschäftigten die für ihn erreichbare Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen
  • Erreichen der Aufnahmevoraussetzungen der Werkstatt für behinderte Menschen durch Wiedererlangung/Erhaltung von Fähigkeiten und Fertigkeiten durch die Ausführung von individuell geeigneten Tätigkeiten
  • Vorbereitung auf Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben, insbesondere in der    Werkstatt für behinderte Menschen
  • Stabilisierung des Selbstbewusstseins und Förderung der Ichstärke
  • Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zur Mitwirkung, Selbständigkeit und    Selbstbestimmung
  • Erhöhung der Kompetenzen im lebenspraktischen Bereich
  • der Manifestation von Verhaltensauffälligkeiten infolge fehlender Betätigungsmöglichkeiten entgegenwirken
  • Abbau von sekundären Auffälligkeiten (u. U. mit einem erhöhten Betreuungsschlüssel)
  • Gewährleistung vergleichsweise normaler Lebensbezüge (Zwei – Milieu – Prinzip)
  • Hilfen zur Förderung der Kommunikation
  • Training der Mobilität
  • Entlastung der Angehörigen um eine vollstationäre Unterbringung zu vermeiden
  • Organisation der notwendigen pflegerischen Versorgung
  • Anbieten von angemessenen tagesstrukturierenden Hilfen für die aus der Werkstatt aus alters- und/oder gesundheitsbedingten Gründen ausgeschiedenen Beschäftigten vor dem Rentenalter

Leistungen und Angebote

Im Förder- und Betreuungsbereich wird eine individuelle, an den Stärken und Ressourcen orientierte Förderung, Begleitung und Assistenz angeboten, bezogen auf alle Bereiche, in denen ein Hilfebedarf vorhanden ist, z.B. im Bereich der Selbstversorgung und Selbstpflege, im kognitiven Bereich, im sozialen Bereich, im Bereich der manuellen Geschicklichkeit, im motorischen Bereich, im kreativen Bereich, bei der Strukturierung des Tages.

Wir bieten Unterstützung bei der Strukturierung des Tages ebenso an wie sind wie bei den Aktivitäten zur Teilnahme und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Hierzu kann auch ein Hilfebedarf an Betreuungs- und Pflegemaßnahmen gehören.

Qualifikation der MitarbeiterInnen

Zur Bildung und Anleitung der Beschäftigten stehen MitarbeiterInnen mit handwerklicher, technischer, ergotherapeutischer, heilerziehungspflegerischer Grundausbildung zur Verfügung, welche zum Teil auch über eine sonderpädagogische Zusatzausbildung verfügen. Begleitend stehen qualifizierte Mitarbeiter mit einem sozial- und heilpädagogischen Hochschulabschluss zur Verfügung, ebenso eine Pflegefachkraft mit einer krankenpflegerischen Qualifizierung.

Öffnungszeiten / Geschäftszeiten
Die Werkstatt ist werktags von 6:45 Uhr bis 15:15 Uhr geöffnet.

Visuelle Eindrücke

Kontaktinfos:
"Wichern – Werkstätten" Werkstatt für behinderte Menschen
Otto-Dix-Str. 5
01705 Freital
Tel: (0351) 64 88 53 1
Fax: (0351) 64 88 54 1
E-Mail: wichern.werkstaetten(at)diakonie-dresden.de
Kontaktformular

© Diakonisches Werk - Stadtmission Dresden e.V.