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12.01.2021 | Ökumenische TelefonSeelsorge Neuigkeiten

35 Jahre Ökumenische TelefonSeelsorge Dresden

Dresden, 12. Januar 2021. „Hier ist die TelefonSeelsorge.“ Seit dem 02. Januar 1986 begrüßen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ökumenischen TelefonSeelsorge Dresden mit diesen Worten Personen, die sich in persönlichen Krisensituationen an die TelefonSeelsorge wenden. Seit ihrer Gründung hat die TelefonSeelsorge Dresden jährlich zwischen 11.000 und 18.000 Kontakte. 2020 gab es circa 9.150 Seelsorgegespräche. 80 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten im vergangenen Jahr rund 8.000 Arbeitsstunden am Telefon und im Chat.

Michael Heinisch, Leiter der TelefonSeelsorge Dresden: „Über die Jahre ist die TelefonSeelsorge ein Seismograph für gesellschaftspolitische Entwicklungen geworden. Unabhängig von aktuellen oder zeitlich befristeten Ereignissen wie den Flutkatastrophen in den Jahren 2002 und 2013 oder der Corona-Pandemie stellen wir fest, dass das Thema Einsamkeit eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Auffällig ist auch, dass die Zahl der Menschen mit Psychiatrieerfahrungen, die Kontakt zur TelefonSeelsorge aufnehmen, kontinuierlich steigt.“

Geschichte der Ökumenischen TelefonSeelsorge Dresden

Aus der Initiative engagierter Frauen und Männer um den Mediziner Dr. Hartmut Kirschner, den Psychologen Dr. Infried Tögel sowie die Theologen Oberkirchenrat i. R. Hermann Schleinitz und Pfarrer Gernot Werner entstand vor 35 Jahren in Dresden das erste pastoralpsychologische Angebot dieser Art in der ehemaligen DDR – noch vor Gründung der TelefonSeelsorge in Ost-Berlin. Im ersten Vierteljahr wurde die Dresdner TelefonSeelsorge täglich vier bis fünf Mal von Hilfesuchenden angerufen. Die Prinzipien der Vertraulichkeit und Anonymität hatten auch damals von Beginn an oberste Priorität. Auch wurden die ersten Ehrenamtlichen für ihren Dienst bei der TelefonSeelsorge ausgebildet.

Nach der politischen Wende 1989/90 wurde die TelefonSeelsorge Dresden unter der Leitung von Eckart König Teil der im gesamten Bundesgebiet tätigen TelefonSeelsorge. Sie sichert im Verbund mit fünf weiteren regionalen Stellen den Bedarf an Seelsorgegesprächen im Freistaat Sachsen ab. Wer bei der TelefonSeelsorge arbeiten möchte, erwirbt vorher in einer einjährigen Ausbildung Kenntnisse und Fähigkeiten für diese anspruchsvolle Tätigkeit.

Kontakt zur Ökumenischen TelefonSeelsorge Dresden

Die TelefonSeelsorge bietet Menschen in schwierigen Lebenslagen oder belastenden Krisen die Möglichkeit für ein sofortiges anonymes Gespräch. Sie ist rund um die Uhr über die gebührenfreien und bundesweit gültigen Rufnummern 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 sowie per Mail oder Chat unter https://online.telefonseelsorge.de/ erreichbar. Die technische Umsetzung, wie das Bereitstellen der Telefonnummern und das Routing der Anrufe, stellt die Telekom kostenfrei zur Verfügung.

Die Ökumenische TelefonSeelsorge Dresden ist ein Angebot der Evangelisch-Lutherischen Landes­kirche Sachsen und des Römisch-Katholischen Bistums Dresden-Meißen in Trägerschaft der Diakonie Dresden. Sie wird von der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen gefördert.

Weitere Informationen zur TelefonSeelsorge

Pressekontakt:
Natalie Fechner (Unternehmenskommunikation)
Tel.: (0351) 81 72 345
Mail: natalie.fechner@diakonie-dresden.de