Diakonie Stadtmission:

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20.05.2020 | Neuigkeiten

Corona: Einsätze unserer Erzieher*innen in anderen Einrichtungen

Viele Wochen waren die Kitas der Diakonie Dresden geschlossen und konnten nur eine Notbetreuung anbieten. In dieser Zeit haben viele Erzieher*innen tatkräftig in anderen Einrichtungen unterstützt. Hier erzählen sie von ihren Erlebnissen.

Stefanie Effenberger, in berufsbegleitender Ausbildung zur Erzieherin im Ev. Kindergarten Sonnenhügel in Dresden-Cotta
Meine Zeit als „Gast-Erzieherin“ in der Wohngruppe 1 des Kinderhauses Rabe Dresden:
„Als ich mich dazu bereit erklärte, in der Zeit der eingeschränkten Notbetreuung in einer anderen Einrichtung auszuhelfen, war meine einzige Bedingung, dass ich gern mit der jüngeren Altersgruppe arbeiten wollte. So landete ich schließlich in der Wohngruppe 1 des Kinderhauses Rabe. Hier wurde ich mit offenen Armen aufgenommen. Die Kolleg*innen gestalteten mit mir und den anderen „Gast-Erzieher*innen“ (so habe ich es den Kindern erklärt) den Alltag. Es war eine neue, aber auch schöne Erfahrung, keinen Kindergartenalltag, sondern einen familienähnlichen Alltag zu leben. Besonders angetan hatten es mir die jüngsten Mitglieder: So absolvierte ich quasi nebenbei noch ein kleines Krippenpraktikum und lernte auch hier schnell, auf was es zu achten gilt und war ganz begeistert von dem Geruch der Babys. Mit den großen Kindern habe ich gern gesungen – so oft, dass das eine oder andere Kind die Lieder wohl in Zukunft wiedererkennen wird. Herausfordernd waren für mich nur die letzten Stunden des Loslassens – wir hatten uns definitiv liebgewonnen. Nun freue ich mich darauf, nach langer Zeit wieder in den Kindergarten zu kommen, auf neue Aufgaben und auch den einen oder anderen Stolperstein.“

Chris Lepczynski, Erzieherin in der Ev. Kita Himmelsschlüssel in Dresden-Weixdorf:
Seit 30. März 2020 half ich im Kinderhaus Dreikönige in Dresden-Klotzsche aus. Ich wurde in die Wohngruppe 3 mit sieben Kindern zwischen 0 und 6 Jahren integriert. Nun veränderte sich mein Alltag zur Kita komplett: andere Dienstzeiten, neue Kinder aus für mich völlig neuen Lebenssituationen, neue Kolleg*innen, ein etwas längerer Arbeitsweg und vieles mehr. Dennoch möchte ich diese Zeit nicht missen. Ich konnte vielseitige Erfahrungen in einem für mich völlig neuen Arbeitsumfeld sammeln. Jeder Tag war für mich eine Herausforderung, sei es das Einstellen auf die neuen Kolleg*innen oder die Kinder mit ihren verschiedenen Bedürfnissen. Es waren zwar nur sieben Kinder - im Gegensatz zu 16 Kindern, die wir in der Krippe betreuen - aber sie haben mich genauso herausgefordert und mein Herz erobert. Ich vermisse sie jetzt schon.