25.01.2019 | Neuigkeiten

Wohnungslos in Dresden?!

Die Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie-Stadtmission Dresden berichtete Mitte Januar über die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen. Im Rahmen desen wurde auch die Statistik für das Jahr 2018 für die Kontakt- und Beratungsstelle sowie das Ambulant Betreute Wohnen veröffentlicht.

Insgesamt wandten sich 1040 Hilfesuchende im Jahr 2018 an die Beratungsangebote der Wohnungsnotfallhilfe. Davon waren 34,8% Frauen. Der Anteil der Frauen ist damit im Vergleich zum Vorjahr (32,6%) leicht gestiegen. Die Mehrheit der Hilfesuchenden ist weiterhin alleinstehend (92,8%) und beim ersten Beratungsgespräch erwerbslos (68,7%). Die größte Personengruppe stellten auch 2018 die 21- bis 40-Jährigen mit 55,2 % dar. Beim Erstgespräch sind 50,5% der Hilfesuchenden wohnungslos (vgl. 2017: 52,6%) und 24,6% von Wohnungslosigkeit bedroht (vgl. 2017: 24,2 %). Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der wohnungslosen Hilfesuchenden, die eine Übernachtungsmöglichkeit bei Bekannten findet, von 45,6% auf 50,5% gestiegen. Im Rahmen der Beratungsarbeit der Wohnungsnotfallhilfe wurde 2018 in 98 Fällen eine neue Wohnung gefunden, in 108 Fällen bedrohter Wohnraum gesichert und für 73 Personen eine vorübergehende Unterkunft vermittelt. Für 419 Menschen konnte das zukünftige Einkommen gesichert werden.

Die Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie-Stadtmission Dresden begleitet und berät seit über 25 Jahren wohnungslose, ehemals wohnungslose sowie von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in Dresden, ungeachtet ihrer Nationalität, Weltanschauung, Lebensform und Alter. Zum Angebot der Wohnungsnotfallhilfe gehören unter anderem eine Kontakt- und Beratungsstelle, der Tagestreff „Schorsch“, eine Kleiderkammer und ein Ambulant Betreutes Wohnen. Der Tagestreff „Schorsch“ bietet wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen einen ersten Anlaufpunkt und erleichtert ihnen den Zugang zu weiterführenden Beratungs- und Hilfeangeboten. Neben der Möglichkeit zu duschen und Wäsche zu waschen, können betroffene Menschen im Tagestreff „Schorsch“ eine Postadresse einrichten oder Bekleidung aus der Kleiderkammer erhalten.