17.01.2017 | Neuigkeiten

Wohnungsnotfallhilfe veröffentlicht Statistiken für 2016

Wohnungslos in Dresden?! Wohnungsnotfallhilfe berichtet über die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen

Die Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie-Stadtmission Dresden stellte am 11. Januar 2017 die Statistik für das Jahr 2016 für die Kontakt- und Beratungsstelle sowie das Ambulante Betreute Wohnen vor.

Insgesamt wandten sich im Jahr 2016 1117 Hilfesuchende an die Beratungsangebote der Wohnungsnotfallhilfe (Kontakt- und Beratungsstelle). Davon waren 29,9 % Frauen. Der Anteil der Frauen ist damit im Vergleich zum Vorjahr (37,5 %) rückläufig. Die Mehrheit der Hilfesuchenden ist alleinstehend (92,7%) und beim ersten Beratungsgespräch erwerbslos (80,1%). Die größte Personengruppe stellten die 21- bis 40-Jährigen mit 57,4 % dar. Beim Erstgespräch sind 59% der Hilfesuchenden wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht (22, 4%). Die Mehrheit der wohnungslosen Hilfesuchenden findet mit 57,2% eine Übernachtungsmöglichkeit bei Bekannten. Im Rahmen der Beratungsarbeit der Wohnungsnotfallhilfe wurde 2016 in 93 Fällen eine neue Wohnung gefunden, in 125 Fällen bedrohter Wohnraum gesichert und für 49 Personen eine vorübergehende Unterkunft vermittelt. Für 429 Menschen konnte das zukünftige Einkommen gesichert werden.

Umbenennung in Wohnungsnotfallhilfe

Zum 1. Januar 2017 hat sich die Wohnungslosenhilfe der Diakonie-Stadtmission Dresden in Wohnungsnotfallhilfe umbenannt. Von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen haben in der Vergangenheit oftmals erst dann Beratung in Anspruch genommen, wenn sie bereits wohnungslos waren oder die Kündigung unmittelbar bevorstand. Das Angebot der Wohnungsnotfallhilfe umfasst jedoch die Begleitung und Beratung von wohnungslosen Menschen, ehemals wohnungslosen Menschen und auch Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, z.B. durch fristloser Kündigung, vorliegender Räumungsklage oder Miet- bzw. Stromschulden (verursacht beispielsweise durch den unregelmäßigen Bezug von Sozialleistungen oder geringem Einkommen). Durch die neue Begrifflichkeit – Wohnungsnotfallhilfe – sollen die Angebote der Wohnungsnotfallhilfe eindeutiger abgebildet werden, um den Betroffenen einen frühzeitigen bzw. frühzeitigeren Zugang zum Hilfesystem zu ermöglichen.

Spendenkonto Wohnungsnotfallhilfe
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BIC GENODED1DKD
Verwendungszweck: Wohnungsnotfallhilfe

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Kontakt
Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden e.V.
Wohnungsnotfallhilfe
Mohnstraße 43, 01127 Dresden
Tel.: (0351) 80 38 728
wohnungsnotfallhilfe(at)diakonie-dresden.de
www.diakonie-dresden.de